Dienstag, 15. August 2017

Warum jetzt ein neuer Blog über Tierschutz?

Hallo zusammen!

Für euch heute, zum Einstieg meines Blog, meine kleine Geschichte und ein Paar Hintergründe, warum ich diesen Blog ins Leben gerufen habe.
Lest die Sachen die euch interessieren und überfliegt oder überspringt alles was euch nicht interessiert.

Meine kleine Geschichte

Seit ich 7 Jahre alt bin esse ich Weder Fleisch noch Wurst... Der Grund?
Ich saß auf der Couch mit meiner Oma und wollte ganz unschuldig ein wenig fern sehen... Und dann kam ein Bericht von "Willi wills Wissen" über die Fleisch- und Wurstproduktion. Ich sah zum ersten Mal die Wahrheit. Es wurde, was mich im Nachhinein ein wenig wundert, ich meine es ist immerhin eine Kindersendung, sogar gezeigt wie Schweine geschlachtet werden.
Das war mir zu viel und somit beschloss ich, keine Tiere, Lebewesen, Individuen, mehr zu essen.
Meine Familie besteht nur aus Fleischessern, aber meine entscheidung wurde Gott sei dank respektiert.

Seitdem Tag hab ich kein Stück Fleisch mehr angefasst, bis auf... ja, ein halbes Jahr konnte mich irgendwer überzeugen, wieder Fleisch zu essen. Dieses halbe Jahr bereue ich stark und ich bin wahnsinnig froh, wieder vegetarier zu sein und das Richtige zu tun.
Ich interessiere mich auch wahnsinnig für die Vegane Küche und möchte vegan leben, da man als Vegetarier ja trotzem Milchkühe, Bruthennen etc, leiden lässt.

Beleidigungen

Leider ist Veganer/Vegetarier-sein, in unserer Gesellschaft verpöhnt und ich werde wegen dieser Entscheidung von manchen Menschen gemobbt.
Ich bin kein Moralapostel, ich finde, jeder soll essen was er will. Meine Kollegen meinen aber trotzem "wie ich mit dieser Krankheit umgehe" (Vegetarismus ist gemeint), dass Rasen mein Essen ist, und dass ich eine Kuhmörderin bin. Ja, das hat mich aus den Socken gehauen... diese Logik...
Sie meinten, wenn eine Kuh nicht gemolken wird, platzt ihr Euter und sie stirbt. Und weil ich keine Milch trinke, stribt wegen mir eine Kuh.
"Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen". Diesen Satz höre ich von meinen Kollegen auch öfter.
Freunde die mit mir viel Kontakt haben, werden von ihren Eltern gefragt, ob sie aber schon noch "normal" essen. Natürlich verteidigt mich keiner oder steht für mich ein.
    
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Ich gehe auf das alles nicht ein, aber es verletzt mich... Ich will Tiere schützen und werde dafür beledigt.


"Missverständnisse"

"Woher bekommst du dann dein Eiweiß?"
"Iss doch nur ein kleines Stück fleisch!"
"Aber Bio Fleisch kann man ja essen ohne Reue?"
"Aber Fische isst du schon, oder? Der hat ja keine Gefühle?"
"Aber Eier isst du schon, oder? Hühnern gehts ja gut!"
"Wir Menschen sind Fleischesser, wir brauchen das!"
"Aber was isst man denn als Veganer? Laub? Gras?"
"Ich hasse Vegetarier, die gehen einem immer so auf die Nerven!"
"Mir sind Tiere scheiß egal, ich hab da kein Mitleid!"

Jeder Vegetarier und Veganer kennt diese leidigen Fragen. Nervig und vorallem traurig dass sich die wenigsten Menschen auskennen mit dem, was sie essen.
Wenn sich jeder nur ein bisschen mehr informieren würde, woher sein essen kommt und wer dafür alles leiden muss, wäre diese leidige Fragerei beendet. 
Fragen à la "Kannst du mir erklären, warum du vegan lebst?" oder  "Was hat dich zu der Entscheidung gebracht?", finde ich hingegen sehr schön. Man merkt dass sich jemand interessiert und nicht voreingenommen ist. Aber die Leute die einem mit solchen Fragen begegnen sind leider rar.


Warum jetzt ein Blog?

Tja, in letzter Zeit hab ich mich noch intensiver mit der Thematik "Fleisch, Milch, Eier, alles vom Tier" beschäftigt und was soll ich sagen? Mein Herz schlägt, ganz kitschig gesagt, in Moll.
Dass Menschen so grausam sind, kann ich nicht nachvollziehen und will ich nicht länger unterstützen. Außerdem war ich immer der "heimliche vegetarier". Manche Leute wussten zwar, dass ich kein Fleisch esse, aber ich gehe damit nicht Hausieren, weil ich Angst vor Beleidigungen und Ausgrenzung habe. Eigentlich ein Armutszeugnis für manche Menschen, dass sie andere nur wegen der Ernährung und Tierschutz beleidigen. In Zukunft möchte ich mich aber mehr engagieren.
Also z. B. mit leckeren Rezepten auf diesem Blog andere von dieser Ernährungsform überzeugen.
Oder Produkttests vom VEBU veröffentlichen. Generell zeigen, was man für den Tierschutz/Umweltschutz machen kann und was passiert, wenn man nichts unternimmt.

Warum ein Blog ausgerechnet über Tierschutz?

Tiere können sich weder wehren gegen all die Gewalt, noch sprechen. Leider. Ich würde allzugerne wissen, was manche Tiere zu erzählen hätten. Auch wenn es mir bei den Erzählungen wahrscheinlich das Herz zerreisen würde. Ich finde, es ist Zeit, etwas zu ändern. Weil ich allerdings in meiner Familie, bei meinen Freunden und meinen Kollegen keinen Anklang finde, lasse ich das sein und stecke meine Energien lieber in diesen Blog. Vielleicht liest ja irgendwo, irgendwann ein intressierter, aufgeschlossner Mensch hier auf meinem Blog einen Beitrag oder findet ein Rezept und lässt sich ein wenig begeistern. Und das ist mein Ziel. Intressierte Menschen weiter zu begeistern und nicht weiter Menschen, die eh nur borniert sind und alles besser wissen, das Gegenteil beweisen wollen. Das raubt zu viel Energie und macht keinen Spaß.
Und weil wir alle, die kein Fleisch essen, tierische Produkte konsumieren, Tierversuche verachten, Helden für Tiere sind, heißt der Blog sinnigerweise Tierhelden.
Da dieser Blog ja noch in den Babyschuhen steckt, wäre ich über Resonanz und konstruktive Kritik erfreut. 
Beleidigungen sind hier nicht erwünscht und werde ich auch löschen.

Ansonsten freue ich mich sehr auf eine hoffentlich wachsende Community und regen Austausch mit gleichgesinnten.

Bis Bald!

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